Unruhe, Angst, Unsicherheit, Enge, wieder Angst und Unsicherheit, es ist schwer zu atmen, enge Kehle, kalte Wände um mich herum und Gänsehaut.
Das ist noch nicht alles.
Hm. Wut und Ärger. Erwähnte ich schon die Unsicherheit?
Scheiß Atem. Bekomme keine Luft. Alles ist so eng. Ich will das nicht, lehne mich auf, dagegen, schieb es weg.
Ich drehe mich. Sehe dich. Sehe ihn. Sehe sie. Sehe noch einen und noch einen. Blöde Bleiwand, verdammt. Kann die nicht mal aufhören zu schieben?
Jemand zieht mir meine Stimme aus der Seele. Da wird sie senkrecht nach oben gezogen. Und ich? Bleibe einfach zwischen den Wänden stecken. Der Boden ist weg. Aber den brauche ich ja auch nicht... so zwischen diesen Wänden hängt es sich ja auch irgendwie...
Jemand steht dort und ruft mir leise zu, bietet mir seine Hilfe an. Na toll. Stehst leider hinter der Wand. Hat man dir das noch nicht gesagt? Dabei will ich ja, ich will ja gerne - ja, was will ich denn gerne?? ...??? Hilfe jedenfalls nicht. Glaube ich. Oder doch? Ach, ich kann das auch allein. Außerdem, wenn du mir hilfst, dann hänge ich an dir wie eine schiebende Wand und dass ich davor Amgst habe ist doch sonnenklar, oder? Ts. Dann häng ich eben weiter. So langsam wird hieraus eh ein sicheres Nest aus Unsicherheit. Ja, die ersten Halme hab ich mir eben geben lassen. Durch ihn und sie und den einen und anderen.
Irgendwie hab ich Lust zu schreien - aber halt. ...das geht ja nicht... Meine Stimme ist ja weg. Wer hat sie sich noch geholt? Hm. Den sollte ich bitten, sie mir wiederzugeben.
Atemnot. Aber das kenn ich ja schon. Stark zu sein ist was gutes.
So.
Jetzt nimmt sich meine Seele die Freiheit, einfach mal davon zu fliegen und löst sich, lässt das statische Selbst in seinem Nest zwischen den Wänden mit den Gesichtern und pfeift auch auf dich, denn du hast nicht durch die Wand zu mir geschaut, sondern aus dem Abseits deine Hand gestreckt. Adios meine Lieben. Ich mache Urlaub.

mauhtzie - 1. Okt, 00:25